Status Quo

Im Jahr 1973 ist dem frisch gegründeten Bogenschützen-Club Ismaning e.V. das Areal an der Wiesstrasse in Fischerhäuser als Bogenplatz zur Verfügung gestellt worden. Die sehr aktive Gemeinschaft des BCI hat dann auch eine Holzhütte komplett in Eigenleistung auf dem Platz aufgebaut, um Material zu lagern und bei schlechtem Wetter einen Unterstand zu haben. Der Genehmigungsstatus dieser Hütte ist aber bis heute unklar, anscheinend hat es nach einer Intervention des Landratamts München eine nachträgliche Genehmigung/Duldung gegeben. Schriftliche Unterlagen dazu liegen uns aber nicht vor.

Diese Hütte wurde ohne tiefere Fundamente auf den Boden gesetzt, im Laufe der folgenden 50 Jahre mehrfach umgebaut und erweitert. Der große Raum der Hütte ist aber bis heute identisch mit der 50 Jahre alten ursprünglichen Hütte. Ein kostruktiver Schutz gegen Insektenbefall oder hochsteigende Nässe hat es nie gegeben.

Beim Winterfest-Machen der Hütte Ende 2024 wurde dann in der Trennwand zwischen alter Hütte und der Erweiterung der Scheibenkammer ein massiver Holzameisenbefall festgestellt. Dieser ist so massiv, dass die Träger und Ständer dieser Wand keine statische Funktion mehr erfüllen können. Die Wand hat erhebliche Feuchtigkeitsschäden, die einerseits von undichten Stellen im Dach und andererseits als aufsteigende Nässe vom Fußboden herrühren.

Durch diese Nässe hat es auch einen erheblichen Schimmelbefall gegeben, der erkennbar auch an anderen Stellen der Hütte auftritt. Mit Hilfe der Fachleute der Firma A.S.S. aus München wurde eine Öffnung in die Decke der Hütte geschnitten und der Zustand darüber geprüft. Es gibt erhebliche Feuchtigkeitsschäden in der Dachkostruktion und in den Wänden.

Massenhaft Ungeziefer, Mäuse, Marder, Wespen und Hornissen in der Zwischendecke. Zusammen mit dem Auftreten des Schimmels bedeutet das, alle Arbeiten an der Decke, den Zwischenwänden und der Dachkonstruktion müssen unter Vollschutz mit Atemschutz stattfinden.

Ein statischer Schaden an mind. 4 Ständern, vorderem Kehlbalken, mind. 2 Trägern und mind. 4 Dachsparren ist vorhanden, die Stabilität des Daches ist nicht mehr gewährleistet.

Außerdem existieren erhebliche Probleme bei der Elektrik, mit freier Verkabelung auf dem Dachboden und unklaren Zuordnungen von Kabeln und Sicherungen.

Fazit: Eine Renovierung der Hütte erzeugt die gleichen Umstände für den Verein wie ein Ersatzbau, ist aber erheblich aufwändiger und beseitigt nicht die Substanzprobleme. Die Gesundheitsgefährdung bei den Umbauarbeiten ist hoch. Ein Ersatzbau der Hütte kostet etwa 25% mehr als die Renovierung, bei erheblich geringerem und weniger gefährlichem Arbeitsaufwand.